FDP Ortsverband Owschlag

Pressemitteilungen vom 25.10.2010:

"Es ist nicht immer einfach, ein Liberaler zu sein"

25. Oktober 2010

"In einer Partei zu sein, hat Höhen und Tiefen. Es ist nicht immer leicht, ein Liberaler zu sein" - mit diesen Worten ehrten Christine Aschenberg-Dugnus, Bundestagsabgeordnete der FDP, und Regine Schlegelberger-Erfurth, Kreisvorsitzende der FDP, langjährige Mitglieder der Partei beim Herbstball des Ortsverbandes Owschlag, zu dem nicht nur Parteiangehörige eingeladen waren. Auch Bürger aus Owschlag waren willkommen: "Uns geht es um die Geselligkeit", erklärte Gemeindevertreterin Sabine Meyer. "Unter uns sind wir oft genug."

Peter Klein, Friedrich-Wilhelm Voß und Horst Barz gehören seit 40 Jahren zu den Liberalen und bekamen als Anerkennung Urkunden und Medaillen. Lobende Worte hatte die Bundestagsabgeordnete auch für Dietmar Köhler: Der heute 77-Jährige trat am 16. September 1960 in die FDP ein, weil ihm damals die von der FDP vertretene Meinung in der Saarfrage gefiel. Die Saarländer sollten selbst entscheiden, ob sie in die Bundesrepublik zurückgegliedert werden oder zu Frankreich gehören wollten. Dietmar Köhler kannte dieses Thema noch aus Erzählungen aus Schleswig-Holstein. Auch hier wurden die Bürger im Schleswiger Raum gefragt, ob sie nach dem Krieg zu Dänemark oder Deutschland gehören wollten. "Dass jemand so lange der FDP angehört, ist unglaublich", so Christine Aschenberg-Dugnus und überreichte dem Jubilar eine Anstecknadel und Urkunde.

Dietmar Köhler war selbst einige Jahre im Gemeinderat in Molfsee. Er befürwortet Entscheidungen, bei denen das Volk mitbestimmen kann - zumindest bei einigen Themen. Wie der Schulreform in Hamburg. Dort sei solch eine Befragung durchaus sinnvoll. In jedem Fall sei sie ein demokratischer Weg - "ob durch sie ein guter Weg eingeschlagen wurde, wird sich in der Zukunft zeigen." Bei allen Themen seien Volksentscheide jedoch unangebracht, findet Köhler. "Die Bürger können sich gar nicht über jedes Thema vollständig informieren."

Köhler ist gerne ein Liberaler, auch in Zeiten von sinkenden Umfrageergebnissen seiner Partei. So würden gerade einmal fünf Prozent der Bürger die FPD wählen, wäre am Sonntag Bundestagswahl. Zur Wahl im vergangenen Jahr waren es 14,6 Prozent. Köhler macht die Streitereien in der Bundesregierung in jüngster Zeit dafür verantwortlich. Sein Tipp: "Wenn es Differenzen gibt, sollte man diese nicht immer in die Öffentlichkeit ziehen, sondern im engen Kreise gründlich diskutieren."
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